Gesundheitstests vor der Verpaarung — was braucht man wirklich?
HD, ED, Augenuntersuchung und DNA-Tests. Hier erfahren Sie, was jeder Test aussagt, wann er gemacht wird und wie Sie das Ergebnis lesen.

Gesundheitstests sind der einfachste Weg, eine Verpaarung sicherer zu machen. Sie nehmen das Raten aus der Gleichung und geben Ihnen etwas Konkretes an die Hand — aber nur, wenn Sie wissen, was die Zahlen und Buchstaben bedeuten.
Hüften und Ellbogen
Die Hüftgelenksdysplasie (HD) wird meist von A bis E bewertet, wobei A und B als frei gelten. Die Ellbogendysplasie (ED) wird von 0 bis 3 bewertet, wobei 0 ohne Befund bedeutet. Beides erfolgt je nach Rasse frühestens mit zwölf bis achtzehn Monaten. Ein guter Ausgangspunkt ist, dass beide Elterntiere freie Hüften und Ellbogen haben und Sie den Status auch weiter zurück in der Ahnentafel kennen.
Augenuntersuchung
Die Augenuntersuchung wird von einem Fachtierarzt durchgeführt und gilt in der Regel ein Jahr. Sie erkennt erbliche Augenerkrankungen wie PRA und Katarakt. Achten Sie auf das Datum — ein Attest von 2019 sagt nichts über die Augen des Hundes von heute.
DNA-Tests
DNA-Tests zeigen, ob ein Hund frei, Träger oder betroffen für eine bestimmte Mutation ist. Zwei Träger sollten nicht miteinander verpaart werden. Ein Träger kann jedoch mit einem freien Tier verpaart werden, ohne dass Welpen erkranken — wichtig zu wissen, bevor man einen ansonsten ausgezeichneten Hund ausschließt.
Was für Ihre Rasse sinnvoll ist
Rassen unterscheiden sich. Der Rassezuchtverein hat meist eine Zuchtempfehlung mit den erwarteten Tests. Fangen Sie dort an und ergänzen Sie, was in Ihrer Linie bekanntermaßen problematisch ist.
Kurz gesagt
Lassen Sie sich immer die Atteste zeigen, nicht nur die Ergebnisse erzählen. In ProBreed steht der Gesundheitsstatus direkt im Profil — Sie müssen nicht suchen.





