So lesen Sie eine Ahnentafel — und berechnen die Inzucht
Fünf Generationen sagen mehr als fünf Telefonate. So erkennen Sie wiederkehrende Ahnen und verstehen die Prozentzahl.

Eine Ahnentafel ist nicht nur eine Namensliste. Sie ist ein Protokoll dessen, was in der Rasse bereits erprobt wurde — und die einzige Karte, die Sie über die Herkunft der Gene haben.
Von hinten anfangen
Lesen Sie die Ahnentafel von rechts nach links statt umgekehrt. So sehen Sie schnell, welche Tiere in mehreren Zweigen wiederkehren. Taucht derselbe Hund innerhalb von fünf Generationen zwei- oder dreimal auf, lohnt sich ein Innehalten.
Was der Inzuchtkoeffizient tatsächlich misst
Der Inzuchtkoeffizient ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Welpe zwei identische Kopien desselben Gens von einem gemeinsamen Vorfahren erhält. Er wird meist über fünf Generationen berechnet. Eine Vollgeschwisterverpaarung ergibt 25 Prozent, eine Cousinverpaarung etwa 6,25 Prozent.
Welche Zahl ist gut?
Eine gängige Faustregel ist, über fünf Generationen unter 6,25 Prozent zu bleiben — und in kleinen Rassen, in denen die gesamte Population bereits verwandt ist, deutlich darunter. Doch die Zahl muss zusammen mit Gesundheitsstatus und Wesen gelesen werden: Ein niedriger Koeffizient rettet keine Kombination, in der beide Eltern dasselbe Problem tragen.
Die gesamte Population betrachten
In einer kleinen Rasse können zwei Hunde über fünf Generationen unverwandt wirken und über zehn dennoch eng verwandt sein. Bei kleinen Rassen lohnt der Blick weiter zurück — oder darauf, wie häufig ein einzelner Rüde insgesamt eingesetzt wird.
Kurz gesagt
Eine Ahnentafel zu lesen dauert zehn Minuten und kann Ihnen Jahre an Sorgen ersparen. In ProBreed stehen Abstammung und berechneter Inzuchtkoeffizient in derselben Ansicht wie die Gesundheitstests.





